Aktuelles

Keine Sonderabschreibung bei Abriss und Neubau eines Einfamilienhauses

Der IX. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 12.08.2025 - IX R 24/24 entschieden, dass die Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau nach § 7b des Einkommensteuergesetzes (EStG) nicht zu gewähren ist, wenn ein Einfamilienhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. Die Steuerförderung setzt vielmehr voraus, dass durch die Baumaßnahme bisher nicht vorhandene Wohnungen geschaffen werden. Dies erfordert eine Vermehrung des vorhandenen Wohnungsbestands.

Der Klägerin gehörte ein vermietetes Einfamilienhaus. Nachdem sie sich zum Abriss des sanierungsbedürftigen, aber noch funktionsfähigen Hauses entschlossen hatte, stellte sie im Jahr 2019 einen Bauantrag für ein neues Einfamilienhaus. Im Juni 2020 ließ sie das alte Haus abreißen. Ab Juli 2020 wurde der Neubau errichtet, den die Klägerin ebenfalls vermietete. Das Finanzamt (FA) berücksichtigte die reguläre Abschreibung, lehnte jedoch die beantragte Sonderabschreibung nach § 7b EStG ab. Die Klage blieb erfolglos.

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Entlastung beim Grundstückskauf: Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Digitalisierung von Immobilientransaktionen

Immobiliengeschäfte beim Notar sollen schneller, effizienter und auch günstiger durchgeführt werden können. Notare, Gerichte und Behörden sollen Informationen und Dokumente zukünftig ausschließlich auf digitalem Weg austauschen, wenn Grundstückskaufverträge durchgeführt werden. Gleiches soll auch für weitere notarielle Rechtsgeschäfte und Anzeigepflichten gelten. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vor, den das Bundeskabinett heute beschlossen hat. Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft und auch die Verwaltung sollen dadurch in Höhe von rund 49 Millionen Euro jährlich entlastet werden.

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Sachsen setzt sich im Finanzausschuss des Bundesrates erfolgreich für eine Bürokratieentlastung der Wirtschaft ein

Auf Initiative Sachsens hat der Finanzausschuss des Bundesrates einem Antrag zugestimmt, der die Abschreibungsmöglichkeiten der Unternehmen verbessert und vereinfacht.

Der sächsische Vorschlag bewirkt erhebliche Entlastungen für Unternehmen. Künftig sollen Anschaffungen bis 1.200 Euro (bisher 800 Euro) im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden können. Zusätzlicher Verwaltungsaufwand durch die Bildung und Führung von Sammelposten soll entfallen.

Nach dem Votum des Finanzausschusses wird sich der Bundesrat am 21. November 2025 mit dem Thema befassen. Sollte der Vorstoß Sachsens eine Mehrheit erlangen, wird die Stellungnahme des Bundesrates im Zuge des Gesetzgebungsverfahren zum Standortfördergesetz dem Bundestag zugeleitet. Der Bundestag müsste das Anliegen aktiv in den Gesetzestext aufnehmen. Nach dem Gesetzesbeschluss des Bundestages wird der Bundesrat im zweiten Durchgang über die Zustimmung zum Gesetz befinden.

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So wird Technik zum Steuerspar-Booster

Im digitalen Zeitalter gehören Laptop, Monitor und eine stabile Internetverbindung zur Grundausstattung im Homeoffice. Ein Laptop mit allem, was dazu gehört, stellt für viele Haushalte eine große Ausgabe dar. Die Kosten können jedoch durch die Möglichkeit, diese unverzichtbaren Arbeitsmittel steuerlich abzusetzen, gesenkt werden. Dies betrifft diejenigen, die ihre Geräte auch beruflich nutzen.

Mit der neueren, verkürzten Nutzungsdauer von einem Jahr können Laptop, PC und Tablets für das Anschaffungsjahr unter bestimmten Voraussetzungen vollständig abgesetzt werden. Arbeitnehmende setzen die Technik als Werbungskosten ab, sofern eine berufliche Nutzung gegeben ist. Eine angestellte Friseurin oder ein Lagerarbeiter werden dem Finanzamt die berufliche Nutzung kaum darlegen können, in allen kaufmännischen, grafischen oder lehrenden Berufen ist das jedoch plausibel. Eine private Mitnutzung ist dabei erlaubt.

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Was ist neu im November 2025?

Was ist neu im November 2025?

Die Weichen sind gestellt, damit Rekordinvestitionen in Infrastruktur und Klimaneutralit�t erfolgen k�nnen. Verbraucherinnen und Verbraucher werden k�nftig besser vor Verschuldung gesch�tzt. Gigabit -Netze k�nnen schneller und billiger ausgebaut werden.

Finanzen

Bundeshaushalt 2025 tritt r�ckwirkend in Kraft

Die Bundesregierung hat mit dem Bundeshaushalt f�r das Jahr 2025 die finanziellen Weichen f�r die Zukunft Deutschlands gestellt. Mit massiven Investitionen, Strukturreformen und einem klaren Konsolidierungskurs wird das Land sicherer, moderner und wettbewerbsf�higer. Der Bundeshaushalt 2025 wurde am 02.10.2025 im Bundesgesetzblatt verk�ndet und gilt r�ckwirkend ab dem 01.01.2025.

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Steuern sparen mit doppeltem Haushalt: Weniger Hürden für Studierende mit eigenem Haushalt im Elternhaus

Gute Nachrichten f�r Studentinnen und Studenten mit einem zweiten Wohnsitz am Studienort. Haben sie einen Berufsabschluss - zum Beispiel den Bachelor - k�nnen sie w�hrend der weiteren Ausbildung neben den Fahrtkosten h�ufig auch die Miete f�r ein Zimmer oder eine Wohnung am Studienort als Werbungskosten steuerlich geltend machen.

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) profitieren Studierende mit einem doppelten Haushalt. Die BFH-Richter haben die strengen Regeln zugunsten eines Studenten gelockert, der zun�chst den Master absolvierte und sp�ter promovierte. Sie erkannten seinen separaten Haushalt im Wohnhaus der Eltern an - und zwar unabh�ngig davon, dass er die Wohnr�ume dort kostenlos nutzen durfte (Az. VI R 12/23).

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Haartransplantationen nur in Ausnahmefällen absetzbar

Rund die H�lfte aller M�nner erleidet bis zum 50. Lebensjahr einen genetisch bedingten Haarausfall. Frauen sind hingegen eher ab dem 50. Lebensjahr aufgrund hormoneller Ver�nderungen in der Menopause von Haarausfall betroffen. Der Haarverlust ist oft mehr als ein �sthetisches Problem. F�r Betroffene kann er psychisch sehr belastend sein. Viele entscheiden sich daher f�r eine Haartransplantation. Die Kosten f�r einen solchen Eingriff betragen in Deutschland zwischen 4.000 und 14.000 Euro, je nach Anzahl der Transplantate (Grafts), Gr��e des Haarareals und Klinik. In besonderen F�llen erkennt sie das Finanzamt sogar an. Und zwar dann, wenn die OP aus medizinischen Gr�nden erfolgt.

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Bundesfinanzhof konkretisiert Grundsätze zur Vermietung von Ferienwohnungen

Mit Urteil vom 12.08.2025 - IX R 23/24 hat der Bundesfinanzhof (BFH) die Grunds�tze f�r die steuerliche Behandlung der Vermietung von Ferienwohnungen weiter konkretisiert.

Im Streitfall besa� die Steuerpflichtige eine Ferienwohnung in einem bekannten Tourismusort. Ab dem Jahr 2016 vermietete sie die Wohnung als Ferienwohnung. Die Steuerpflichtige erzielte durchg�ngig Verluste aus der Vermietung. Mit dem Finanzamt (FA) kam es zum Streit dar�ber, ob die Voraussetzungen erf�llt waren, die f�r die steuerliche Anerkennung der Vermietung einer Ferienwohnung gelten.

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Mit Aktivrente bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen (FAQ)

Wer im Rentenalter freiwillig weiterarbeitet, kann teilweise hinzuverdienen, ohne Steuern zahlen zu m�ssen - mit der sogenannten Aktivrente. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Ab wann gilt die Aktivrente? Wer kann sie nutzen? Fragen und Antworten im �berblick.

Mit der Aktivrente wird belohnt, wer das gesetzliche Rentenalter erreicht und freiwillig weiterarbeitet. Sie ist ein wichtiger Baustein, um dem Arbeitskr�ftemangel und den Auswirkungen der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken. Damit wird das Weiterarbeiten attraktiver und zus�tzliches Fachkr�ftepotenzial erschlossen.

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Steuererstattung ist vor Pfändung nicht sicher

�berschuldung trifft l�ngst nicht nur Randgruppen und Personen, die schlichtweg mit Geld nicht umgehen k�nnen. Hohe Energie- und Lebensmittelpreise sowie teure Mieten, gepaart mit Ereignissen wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung, k�nnen schnell zu immer gr��er werdenden Zahlungsr�ckst�nden f�hren. Die Folge ist, dass Gl�ubiger per Pf�ndung auf Einkommen oder Verm�gen zugreifen k�nnen. Neben Lohn und Kontoguthaben ist auch die Steuererstattung generell pf�ndbar.

Nicht jeder kann sich �ber seine Steuerr�ckzahlung freuen

Steuererstattungen k�nnen im Rahmen von Pf�ndungen vom Finanzamt an Gl�ubiger abgezweigt werden. Daf�r beschafft sich der Gl�ubiger einen vollstreckbaren Titel wie einen Gerichtsbeschluss oder Vollstreckungsbescheid vom Amtsgericht. Liegt der Pf�ndungs- und �berweisungsbeschluss vor, der das Finanzamt als Drittschuldner nennt, so ist das Finanzamt verpflichtet, die Erstattung an den Gl�ubiger herauszugeben. Eine b�se �berraschung f�r viele Verbraucher, die von den Vorg�ngen im Hintergrund nichts mitbekommen und nicht dar�ber informiert werden.

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Erneut Rekordeinnahmen: 430 Mllionen Euro aus Hundesteuer im Jahr 2024

  • St�dte und Gemeinden erzielen 2,2 % mehr Hundesteuer-Einnahmen als im Vorjahr, im Zehnjahresvergleich betr�gt der Zuwachs sogar 39,3 %
  • Hunde- und Katzenfutter im Jahr 2024 um 2,3 % teurer als im Vorjahr und um 35,3 % teurer als im Jahr 2020

Hundehaltung bringt dem Staat stetig wachsende Einnahmen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anl�sslich des Welthundetags am 10. Oktober 2025 mitteilt, nahmen die �ffentlichen Kassen im Jahr 2024 rund 430 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein - ein neuer Rekordwert. F�r die St�dte und Gemeinden bedeutete dies ein Plus von 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2023: 421 Millionen Euro). Die Einnahmen aus der Hundesteuer sind in den letzten Jahren durchgehend gestiegen, im Zehnjahresvergleich betrug der Zuwachs 39,3 %: 2014 hatte die Hundesteuer den St�dten und Gemeinden noch rund 309 Millionen Euro eingebracht.

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Studierende sollten an Steuererklärung denken

Das Wintersemester an den Universit�ten hat jetzt im Oktober begonnen. Die Studienzeit ist aufregend und anstrengend. Die wenigsten Studierenden denken an Steuern und es gibt viele andere Dinge, die Priorit�t haben. Aber wenn Studierende w�ssten, dass sie Tausende Euro an Steuern einsparen k�nnten, wenn sie ab sofort Belege sammeln, dann w�rde das Thema Geld und Steuern ins Blickfeld rutschen. Dieser Steuervorteil steht allen Studierenden im Masterstudium oder w�hrend einer Promotion offen.

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