Steuererstattung ist vor Pfändung nicht sicher
�berschuldung trifft l�ngst nicht nur Randgruppen und Personen, die schlichtweg mit Geld nicht umgehen k�nnen. Hohe Energie- und Lebensmittelpreise sowie teure Mieten, gepaart mit Ereignissen wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung, k�nnen schnell zu immer gr��er werdenden Zahlungsr�ckst�nden f�hren. Die Folge ist, dass Gl�ubiger per Pf�ndung auf Einkommen oder Verm�gen zugreifen k�nnen. Neben Lohn und Kontoguthaben ist auch die Steuererstattung generell pf�ndbar.
Nicht jeder kann sich �ber seine Steuerr�ckzahlung freuen
Steuererstattungen k�nnen im Rahmen von Pf�ndungen vom Finanzamt an Gl�ubiger abgezweigt werden. Daf�r beschafft sich der Gl�ubiger einen vollstreckbaren Titel wie einen Gerichtsbeschluss oder Vollstreckungsbescheid vom Amtsgericht. Liegt der Pf�ndungs- und �berweisungsbeschluss vor, der das Finanzamt als Drittschuldner nennt, so ist das Finanzamt verpflichtet, die Erstattung an den Gl�ubiger herauszugeben. Eine b�se �berraschung f�r viele Verbraucher, die von den Vorg�ngen im Hintergrund nichts mitbekommen und nicht dar�ber informiert werden.
...26.10.2025 WeiterlesenErneut Rekordeinnahmen: 430 Mllionen Euro aus Hundesteuer im Jahr 2024
- St�dte und Gemeinden erzielen 2,2 % mehr Hundesteuer-Einnahmen als im Vorjahr, im Zehnjahresvergleich betr�gt der Zuwachs sogar 39,3 %
- Hunde- und Katzenfutter im Jahr 2024 um 2,3 % teurer als im Vorjahr und um 35,3 % teurer als im Jahr 2020
Hundehaltung bringt dem Staat stetig wachsende Einnahmen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anl�sslich des Welthundetags am 10. Oktober 2025 mitteilt, nahmen die �ffentlichen Kassen im Jahr 2024 rund 430 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein - ein neuer Rekordwert. F�r die St�dte und Gemeinden bedeutete dies ein Plus von 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2023: 421 Millionen Euro). Die Einnahmen aus der Hundesteuer sind in den letzten Jahren durchgehend gestiegen, im Zehnjahresvergleich betrug der Zuwachs 39,3 %: 2014 hatte die Hundesteuer den St�dten und Gemeinden noch rund 309 Millionen Euro eingebracht.
...22.10.2025 WeiterlesenStudierende sollten an Steuererklärung denken
Das Wintersemester an den Universit�ten hat jetzt im Oktober begonnen. Die Studienzeit ist aufregend und anstrengend. Die wenigsten Studierenden denken an Steuern und es gibt viele andere Dinge, die Priorit�t haben. Aber wenn Studierende w�ssten, dass sie Tausende Euro an Steuern einsparen k�nnten, wenn sie ab sofort Belege sammeln, dann w�rde das Thema Geld und Steuern ins Blickfeld rutschen. Dieser Steuervorteil steht allen Studierenden im Masterstudium oder w�hrend einer Promotion offen.
...20.10.2025 WeiterlesenHaushaltshilfe anmelden: Kosten und Steuervorteile im Minijob
Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Privathaushalt z�gern, ihre Haushaltshilfe offiziell anzumelden - oft aus Sorge vor hohen Kosten. Tats�chlich ist die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale g�nstiger als gedacht. Minijobs im Privathaushalt werden sogar mit einem attraktiven Steuerbonus gef�rdert. Wie hoch sind die Kosten f�r eine Haushaltshilfe? Und welche finanziellen Vorteile entstehen durch steuerliche Ersparnisse?
Haushaltshilfe anmelden: Vorteile f�r Arbeitgeber und Besch�ftigte
Die offizielle Anmeldung einer Haushaltshilfe bei der Minijob-Zentrale lohnt sich gleich mehrfach:
...19.10.2025 WeiterlesenFinanzamt muss Inhalte anonymer Anzeigen grundsätzlich nicht offenlegen
Ein Steuerpflichtiger hat im Regelfall keinen Anspruch auf Preisgabe einer anonym beim Finanzamt eingegangen Anzeige, die ihm steuerliches Fehlverhalten vorwirft. Der datenschutzrechtliche Auskunftsanspruch vermittelt insoweit keine weitergehenden Rechte. Dies hat der IX. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) am 15.07.2025 - IX R 25/24 entschieden.
Im Streitfall nahm das Finanzamt eine anonyme Anzeige zum Anlass, um bei der Kl�gerin, die einen Gastronomiebetrieb f�hrte, eine sogenannte Kassen-Nachschau (� 146b der Abgabenordnung - AO -) durchzuf�hren. Ein steuerstrafrechtliches Fehlverhalten der Kl�gerin wurde hierbei nicht festgestellt. Im Nachgang beantragte die Kl�gerin Einsicht in die f�r sie gef�hrten Steuerakten. Zudem begehrte sie Auskunft �ber die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gem�� Art. 15 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Mit beidem wollte die Kl�gerin Kenntnis vom Inhalt der Anzeige erhalten, um auf diese Weise R�ckschl�sse auf die Person des Anzeigeerstatters ziehen zu k�nnen. Das Finanzamt lehnte die Antr�ge ab. Die Klage beim Finanzgericht hatte keinen Erfolg.
...19.10.2025 WeiterlesenRechengrößen in der Sozialversicherung
Zum 1. Januar 2026 sollen sich die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung erh�hen. Grund sind die gestiegenen L�hne und Geh�lter. Wie sich Beitragsbemessungsgrenzen genau ge�ndert haben und warum die Anpassung wichtig ist.
Wer gut verdient, zahlt ab Januar 2026 h�here Beitr�ge f�r die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung. Die neuen Grenzwerte hat das Bundeskabinett jetzt in der Sozialversicherungsrechengr��en-Verordnung 2026 beschlossen. F�r Normalverdiener, also die Mehrheit der Besch�ftigten, und ihre Arbeitgeber �ndert sich dadurch nichts.
...14.10.2025 WeiterlesenAmtliche Richtsatzsammlung des BMF auf dem Prüfstand
Eine Diskothek ist kein Restaurant. Daher kann bei der Sch�tzung der Getr�nkeums�tze einer Diskothek auch nicht auf die Rohgewinnaufschlags�tze der amtlichen Richtsatzsammlung des Bundesministerium der Finanzen (BMF) f�r Gastronomiebetriebe zur�ckgegriffen werden. Das hat der X. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) jetzt mit Urteil vom 18.06.2025 - X R 19/21 in Bezug auf eine Diskothek entschieden, bei der die Kassen f�r die Getr�nkeums�tze nicht ordnungsgem�� gef�hrt worden waren.
�ber den entschiedenen Fall hinaus interessant ist dieses Urteil zum einen deshalb, weil der X. Senat darlegt, dass im Fall einer Sch�tzung von Besteuerungsgrundlagen (� 162 der Abgabenordnung -AO-) der innere Betriebsvergleich, der an die Daten und Verh�ltnisse des gepr�ften Betriebs selbst ankn�pft, im Verh�ltnis zum �u�eren Betriebsvergleich, der sich auf statistische Durchschnittswerte der betreffenden Branchen st�tzt, grunds�tzlich als die zuverl�ssigere Sch�tzungsmethode anzusehen ist. Dies m�ssen Finanzamt und Finanzgericht bei der Aus�bung des ihnen im Rahmen einer Sch�tzung zustehenden Ermessens (� 5 AO) ber�cksichtigen, auch wenn sie bei der Wahl ihrer Sch�tzungsmethoden grunds�tzlich frei sind.
...12.10.2025 WeiterlesenKündigung im Minijob: Fristen für Arbeitgeber und Beschäftigte
Ein Minijob kann von beiden Seiten beendet werden - durch die Arbeitgeberinnen oder Arbeitgeber ebenso wie durch die Minijobber. Doch welche K�ndigungsfristen gelten im Minijob? Muss eine K�ndigung schriftlich erfolgen? Und wann besteht K�ndigungsschutz?
Welche K�ndigungsfristen gelten f�r Minijobs?
Grunds�tzlich gelten f�r Minijobs die gleichen K�ndigungsfristen wie bei anderen Besch�ftigungen. Wer das Arbeitsverh�ltnis k�ndigen m�chte, muss grunds�tzlich eine gesetzliche Frist von vier Wochen (28 Tage) zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats einhalten.
...08.10.2025 WeiterlesenLohnfortzahlung kostet Unternehmen 82 Milliarden Euro
Sobald Besch�ftigte krank werden, greift das Entgeltfortzahlungsgesetz. Eine neue Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass sich die Summe der Entgeltfortzahlungen seit 2010 mehr als verdoppelt hat.
Nach der Studie mussten Arbeitgeber im Jahr 2024 rund 82 Milliarden Euro f�r kranke Mitarbeitende aufbringen, davon 13 Milliarden Euro an Sozialabgaben. Das entspreche insgesamt dem Vierfachen des Krankengeldes. Der gestiegene Krankenstand sei dabei aber nur ein Grund f�r die hohe Summe.
...07.10.2025 WeiterlesenGewerbesteuereinnahmen im Jahr 2024 um 0,2% höher als im Vorjahr
- Gewerbesteuereinnahmen steigen - wenn auch nur geringf�gig - im vierten Jahr in Folge auf einen neuen H�chststand
- Mehr als die H�lfte der Bundesl�nder verzeichnet gegen�ber dem Vorjahr r�ckl�ufige Einnahmen aus der Gewerbesteuer
- Grundsteuereinnahmen nehmen gegen�ber dem Vorjahr zu
Gewerbesteuereinnahmen
Die Gemeinden in Deutschland haben im Jahr 2024 rund 75,3 Milliarden Euro an Einnahmen aus der Gewerbesteuer erzielt. Dies bedeutet ein leichtes Plus von rund 0,2 Milliarden Euro oder 0,2 % gegen�ber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit wurde auch 2024 ein neuer Rekord bei den Gewerbesteuereinnahmen erreicht. Nach einem R�ckgang im ersten Corona-Jahr 2020 waren die Gewerbesteuereinnahmen bereits in den Jahren 2021 bis 2023 auf neue H�chstst�nde seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991 gestiegen.
...05.10.2025 WeiterlesenNebenjob im Studium - Gilt der Mindestlohn für Studierende?
Viele Studentinnen und Studenten jobben neben dem Studium - um praktische Erfahrungen f�r den sp�teren Beruf zu sammeln oder das Studium zu finanzieren. Doch wie sieht es dann mit dem gesetzlichen Mindestlohn aus? In welchen Nebenjobs haben Studierende Anspruch auf den Mindestlohn? Und wann gilt der Mindestlohn nicht?
Was ist der gesetzliche Mindestlohn?
Der gesetzliche Mindestlohn ist eine festgelegte Lohnuntergrenze, die Besch�ftigte vor unangemessen niedrigen L�hnen sch�tzt und zu fairen Arbeitsbedingungen beitragen soll. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber m�ssen allen Arbeitnehmern ab dem vollendeten 18. Lebensjahr diesen Mindestbetrag pro Arbeitsstunde zahlen. Der Mindestlohn ist unabh�ngig von der Anzahl der Arbeitsstunden oder der Form des Besch�ftigungsverh�ltnisses.
...01.10.2025 WeiterlesenWas ist neu im Oktober 2025?
Das europ�ische Ein- und Ausreisesystem wird zentral und digital. Geld kann nun in Echtzeit �berwiesen werden. Zudem wird die elektronische Patientenakte f�r Arztpraxen, Apotheken und Krankenh�user verpflichtend. Und nicht vergessen: Die Uhren werden zur�ckgestellt.
Neues Ein- und Ausreisesystem startet
Das Europ�ische Entry-Exit-System (EES) startet am 12. Oktober am Flughafen D�sseldorf und wird stufenweise erweitert. Dieses schengenweite System betrifft Personen aus Staaten, die nicht der Europ�ischen Union oder dem Europ�ischen Wirtschaftsraum angeh�ren und die zum Kurzaufenthalt im Schengen-Gebiet berechtigt sind. Mit dem EES werden Ein- und die Ausreisen zentral und digital erfasst. F�r EU-B�rgerinnen und B�rger �ndert sich nichts.
...30.09.2025 Weiterlesen